Adresse
Amadeus Travel Agency
Apdo. 16-3009
Santa Bárbara de Heredia 40401
Costa Rica
Büroadresse
Santa Bárbara de Heredia
Barrio Betania,
de los Víquez 100 m al norte
Costa Rica, das „grüne Herz Mittelamerikas“, ist nicht nur für seine unberührten Landschaften, atemberaubenden Regen- und Mangrovenwälder, Vulkane und Strände bekannt, sondern auch für seine einzigartige kulturelle Vielfalt, die durch direkten Kontakt mit Menschen, Traditionen und Bräuchen erlebt werden kann.
Nachhaltiger Tourismus ermöglicht genau das: Er unterscheidet sich grundlegend vom Massentourismus, legt den Fokus auf Erhalt der biologischen Vielfalt, schützt Boden, Wasser, Luft und Klima und reduziert den Verbrauch natürlicher und kultureller Ressourcen.
Mit Amadeus reisen Sie abseits der üblichen Routen, entdecken die Natur in engem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung und erleben authentische Kultur hautnah. Sie können Eintagestouren oder mehrtägige Abenteuerreisen in ländlichen Gemeinden oder indigenen Reservaten unternehmen. Erleben Sie den Alltag der Menschen, helfen Sie bei der Ernte von organischem Gemüse, entdecken Sie Umweltschutzprojekte und lassen Sie sich von Geschichten und Legenden des Campesino-Lebens inspirieren.
Das Herz des nachhaltigen Reisens bei Amadeus:
Verantwortung und Schutz von Kindern
Amadeus legt größten Wert auf den Schutz der Rechte von Kindern und Jugendlichen. Alle Aktivitäten erfolgen unter strenger Einhaltung der Gesetze Nr. 8204, 7476 und 7899, die sexuelle Ausbeutung und Belästigung unter Strafe stellen. Wir haben eine Null-Toleranz-Politik gegenüber jeglicher Form von Ausbeutung und setzen uns aktiv für deren Prävention ein.
Wir arbeiten mit der Stiftung Paniamor zusammen, um Kinderprojekte in Costa Rica zu unterstützen und Kindern so sichere Perspektiven zu bieten.
Costa Rica – weltweit führend in Nachhaltigkeit
2019 wurde Costa Rica vom UN-Umweltprogramm (UNEP) als erste Nation mit dem Titel „Champion ft he Earth“ ausgezeichnet – für herausragendes Engagement im Naturschutz und Maßnahmen gegen den Klimawandel. Das Land setzt ehrgeizige Ziele:
Trotz einer Bevölkerung von nur rund fünf Millionen Menschen verursacht Costa Rica nur 0,4 % der weltweiten CO₂-Emissionen, zeigt aber, dass Nachhaltigkeit erreichbar und wirtschaftlich realisierbar ist.
Reisen mit Amadeus bedeutet daher nicht nur, Costa Rica zu entdecken – es bedeutet, Teil eines verantwortungsvollen, nachhaltigen Ansatzes zu sein, der Kultur, Natur und Zukunft in Einklang bringt.
ImpActo – Musik als Menschenrecht
Musik verbindet Menschen – unabhängig von Sprache, Herkunft oder Fähigkeiten. Sie ist Ausdruck, Emotion und Begegnung zugleich. Aus dieser Überzeugung heraus setzen wir uns dafür ein, dass Musik für alle Menschen erlebbar wird – auch für jene, die sie nicht hören können.
Mit dem Projekt ImpActo möchten wir einen Beitrag zu einer inklusiveren Gesellschaft leisten. Unser Engagement gründet auf sozialer Verantwortung und dem Wunsch, Kunst als grundlegendes Menschenrecht zu begreifen. Der Name Amadeus erinnert uns dabei an die Kraft der Musik und an die Idee, dass sie allen gehören sollte – ohne Grenzen.
Musik kennt keine Grenzen
Das Projekt ImpActo wurde ins Leben gerufen, um Barrieren abzubauen und durch die Einnahmen aus dem internationalen Tourismus den Zugang zu Musik als Menschenrecht zu fördern.
Wir möchten Menschen mit Hörbehinderung ermöglichen, Musik auf ihre eigene Weise zu erleben, und gleichzeitig Organisationen unterstützen, die sich für Inklusion und die Teilhabe von Menschen mit Behinderung in Sport, Kultur und Freizeit einsetzen – Bereiche, die allen offenstehen sollten.
Echte Inklusion bedeutet für uns, physische, kommunikative und gesellschaftliche Hürden abzubauen. Wir schaffen Räume, in denen Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt teilnehmen und gemeinsam erleben können.
Unsere ersten barrierefreien Erlebnisse
Unsere erste Erfahrung als Veranstalter inklusiver Musikevents begann mit einem besonderen Konzert:
Amadeus lud gehörlose Gäste zum Auftritt des bekannten mexikanischen Künstlers Christian Nodal ein. Um das Konzert barrierefrei zu gestalten, engagierten wir einen LESCO-Dolmetscher (costaricanische Gebärdensprache), der die Liedtexte von Nodal visuell vermittelte.
Der Abend endete mit einem bewegenden Moment: Unsere gehörlosen Gäste durften Christian Nodal persönlich treffen und Erinnerungsfotos machen.
Nodal, ein preisgekrönter Sänger, Komponist und Multiinstrumentalist, ist bekannt für seinen einzigartigen Stil, der Mariachi, Norteño und Pop verbindet – und für seine warme, ausdrucksstarke Stimme, die Herzen berührt.
Jessi Uribe und ein unvergessliches Erlebnis
Ein weiterer Höhepunkt war das Konzert des kolumbianischen Künstlers Jessi Uribe am 24. September 2023.
Dort schufen wir einen inklusiven Bereich, in dem farbige Leuchtarmbänder im Rhythmus seines Liedes „Dulce Pecado“ pulsierten. So konnten unsere gehörlosen Gäste die Musik auf eine neue, spürbare Weise erleben.
Die Reaktion von ArceyutProducciones war überwältigend positiv: Unser inklusiver Bereich war nicht nur ein Platz im Publikum – er wurde zu einem Ort der Begegnung, voller Wertschätzung und echter Teilhabe.
Technologie als Brücke
Noch vor wenigen Jahren schien es undenkbar, dass gehörlose Menschen Konzerte erleben könnten. Doch dank moderner Technologie wird dies zunehmend möglich:
Heute können sie mithilfe von Vibrationswesten, LED-Bällen oder taktilen Geräten die Schwingungen der Musik spüren und so eine neue Verbindung zu ihr aufbauen.
Bereits vor 2018 begannen Technologieunternehmen, spezielle Vibrationswesten zu entwickeln, die Musik in Form von Schallwellen auf den Körper übertragen. Dadurch können gehörlose Menschen die Emotionen einer Melodie physisch erfahren – ein Schritt hin zu echter Inklusion.
Urban Fest II 2024 – Musik für alle
Beim URBAN FEST II 2024 in Zusammenarbeit mit ArceyutProducciones konnten wir erneut zeigen, wie Musik für alle erlebbar wird. Unser inklusiver Bereich bot gehörlosen Gästen die Möglichkeit, die Musik auf besondere Weise zu fühlen und mitzuerleben.
Um weiterhin inklusive Geräte und Materialien bereitstellen zu können und noch mehr Menschen diese Erfahrung zu ermöglichen, sind wir auf deine Unterstützung angewiesen –hilf uns, Musik für alle fühlbar zu machen.
In Costa Rica gibt es kaum etwas Wertvolleres als unberührte Regenwälder und intakte Lebensräume. Der Biologische Korridor „Bosque de las Madres“ (CBBM) der Fundación Cuencas de Limón, mitgegründet von Jürgen und seiner Schwester Sofia, setzt genau hier an: Er verbindet Naturschutzgebiete von der Karibikküste bis ins Talamanca-Gebirge – einschließlich der Trinkwassergebiete der Stadt Limón – und trägt damit entscheidend zur Erhaltung der Artenvielfalt und der ökologischen Konnektivität bei.
Offiziell vom SINAC seit 2020 anerkannt, ist der Korridor Teil des Programa Nacional de Corredores Biológicos, das bereits über 58 Korridore auf mehr als 38 % von Costa Ricas Landfläche umfasst. Biologische Korridore gelten als zentrale Strategie zur Anpassung an den Klimawandel und zur Minderung seiner Folgen und stehen unter nationalem Schutzinteresse.
Schutz der Natur – direkt vor Ort
Gemeinschaft stärken – für mehr Naturschutz
Gleichzeitig setzt der Korridor auf Umweltbildung und Engagement der Gemeinden:
Ihre Unterstützung zählt
Amadeus ermöglicht allen Gästen, Teil dieses Projekts zu werden. Mit einem Beitrag von nur 10 $ pro Person unterstützen Sie direkt den Schutz und die Erweiterung des Korridors – ein Engagement, das sowohl der Natur als auch den Gemeinden zugutekommt. Jeder Beitrag wird mit einem Zertifikat honoriert, das Ihre Teilnahme sichtbar macht und Ihre Verbindung zu diesem bedeutenden Naturschutzprojekt dokumentiert.
Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie, Lebensräume zu verbinden, bedrohte Arten zu schützen und die nächste Generation in Costa Rica für Umweltfragen zu sensibilisieren. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass die Wälder, die Tiere und die Menschen entlang des Bosque de la Madre auch in Zukunft gedeihen können.
Das abgelegene Dorf Yorkín im Talamanca-Bribri-Territorium ist nur mit einer geführten Kanufahrt auf dem Fluss Yorkín – der natürlichen Grenze zwischen Costa Rica und Panama – erreichbar. Schon die Anreise ist ein Erlebnis: Während Sie den Fluss entlanggleiten, eröffnet sich ein beeindruckendes Panorama aus dichter Vegetation und unberührter Natur.
Im Dorf angekommen, erhalten Besucher die einmalige Gelegenheit, mit den Bribri-Indígenas in Kontakt zu treten. Sie erfahren mehr über ihre Kultur, ihre Bräuche und ihren Alltag. Auf geführten Rundgängen besuchen Sie Wasserfälle, organisch betriebene Kakao- und Bananenplantagen sowie die Felder, auf denen bis heute Reis, Cassava, Ñampi und Bohnen für den Eigenbedarf angebaut werden. Jede Familie besitzt ein kleines Stück Regenwald, das sie stolz mit den Gästen teilt.
Von den Bananenplantagen zur Selbstbestimmung
Noch vor wenigen Jahrzehnten mussten viele Männer des Dorfes auf Bananenplantagen außerhalb Yorkíns arbeiten. Die lange Trennung von der Familie führte jedoch häufig zu Alkoholproblemen, und der Kontakt mit giftigen Insektiziden verursachte in vielen Fällen gesundheitliche Schäden, darunter Unfruchtbarkeit.
Um neue Perspektiven zu schaffen, gründeten die Frauen von Yorkín im Jahr 1985 die Organisation STIBRAWPA. Ziel war es, die Einkommensmöglichkeiten der Familien zu erweitern, die Kultur der Bribri zu bewahren und gleichzeitig die Natur nachhaltig zu schützen. Neben dem Anbau von biologischem Kakao und Bananen entwickelten sich der Tourismus – rund 70 % der Besucher kommen über Amadeus – sowie die Herstellung von Handarbeiten zu wichtigen Einnahmequellen.
Dieser Schritt brachte große Veränderungen: Immer mehr Kinder konnten zur Schule gehen, und 2010 erreichten die ersten Bribri-Schülerinnen und -Schüler sogar ihren Maturaabschluss – ein bedeutender Meilenstein für die gesamte Gemeinschaft.
Nachhaltigkeit und kulturelle Stärke
Das Umwelt- und Kulturprogramm von STIBRAWPA umfasst heute:
Auf einer Dorfführung besuchen Sie auch das sogenannte „Frauenhaus“, das Herzstück der Organisation. Hier erleben Sie die traditionelle Kakaoproduktion hautnah – von der Frucht bis zur fertigen Schokolade. Ein besonderes Highlight: Frisch zubereitete Bribri-Schokolade, serviert mit einer süßen, eben gepflückten Banane.
Darüber hinaus können Gäste sich im Bogenschießen versuchen oder ein erfrischendes Bad im Fluss gemeinsam mit den Dorfkindern genießen – unvergessliche Erlebnisse, die einen tiefen Einblick in das Leben der Bribri ermöglichen.
Am Ende des 19. Jahrhunderts macht sich Juan Bello Rodriguez als blinder Passagier auf einem Frachtschiff von Spanien auf zu unbekanntem Ziel. Nach mehreren Monaten auf See landet er schließlich in Costa Rica – und beginnt ein neues Leben voller Mut, Arbeitseifer und Visionen.
Um zu überleben, arbeitet Juan zunächst als Gemüsepflücker und später als Minenarbeiter in einer Goldmine. Dank seines Engagements steigt er schnell zum Vorarbeiter einer Gruppe von 20 Minenarbeitern auf. In dieser Zeit verliebt er sich in die Region El Dos de Abangares und beginnt, Land zu erwerben – am Ende ist er Eigentümer von 240 Hektar fruchtbarem Boden. Mit eigenen Händen baut er sein erstes Haus, das Holz schneidet er selbst mit einer großen Handsäge zurecht. Das Haus zählt damals zu den besten der Umgebung und ist bis heute fast vollständig original erhalten – inklusive Mauern, Böden und der umgebenden Gärten, die der Familie über Generationen hinweg Nahrung und Lebensunterhalt bieten.
Heute lebt bereits die vierte Generation der Familie Bello auf diesem Land. Jedes Familienmitglied hat seine eigene Spezialisierung:
Gemeinsam produzieren sie einen der besten Kaffees der Region – 100 % organisch und zertifiziert, angebaut in Einklang mit der Natur.
Die Familie hat den Kund:innen von Amadeus exklusiv ihre Türen geöffnet, um das Kulturerbe des Kaffees hautnah zu erleben: Besucher erfahren, wie er nachhaltig angebaut, geerntet und verarbeitet wird. Der Tourismus bietet der Familie eine zusätzliche Einnahmequelle und ermöglicht es, die Ausbildung der Kinder zu unterstützen – ohne jedoch die tiefe Verbundenheit mit ihrem Land und der Natur zu verlieren.
Seien Sie herzlich willkommen bei der Familie Bello – erleben Sie Tradition, Natur und Kaffee in einem lebendigen, nachhaltigen Umfeld, das Generationen verbindet.
Die Maleku, ein stolzer indigener Stamm mit rund 800 Mitgliedern, leben in einem von der Regierung bereitgestellten Reservat etwa 70 km vom Vulkan Arenal entfernt. Trotz der engen Nachbarschaft zu europäischen Siedlern gelingt es ihnen, ihre ureigene Kultur, Sprache und Lebensweise in einer modernen Welt zu bewahren.
Rituelle Tänze werden nach wie vor gelehrt, die Geschichten der Vorfahren von den Älteren an die Jüngeren weitergegeben, und die Toten werden traditionell in den Häusern bestattet. In den Dörfern sprechen die Maleku ihre eigene Sprache – Spanisch hört man kaum.
Stolz, Widerstandskraft und Kunsthandwerk
Die Maleku sind ein stolzes, kriegerisches Volk. Auch wenn ihre Dörfer heute moderne Häuser tragen, bleibt ihre Identität unverkennbar: bunte Trommeln, kunstvoll gefertigte Masken und rituelle Tierfiguren wie der Jaguar prägen den Alltag. Oft ist die gesamte Familie an der Herstellung des Kunsthandwerks beteiligt.
Bildung und Kultur
Jeden Tag unterrichtet Leonidas Elizondo, Lehrer und Kulturträger, die Maleku-Sprache und die Bräuche seines Volkes in zwei Grundschulen. Trotz der Hitze, des langen Fußmarschs oder der vier Kilometer über staubige Straßen ins Nachbardorf Margarita ist er stolz auf seine Arbeit: „Nur so können wir unsere Kultur bewahren.“ Nach der Schule leitet er Jugendliche, die die traditionellen Tänze der Maleku erlernen und sie Besuchern vorführen.
Leonidas erzählt:
„Wir kultivieren für den Eigenbedarf traditionelle Nutzpflanzen wie Yuca, Kochbananen, Pejibayes und Mais. Fischfang und Handwerk ergänzen unsere Ernährung und Einkommen. Trotz aller Herausforderungen sind wir stolz, dass wir unsere Kultur und Sprache weitgehend bewahrt haben.“
Heute lernen die Kinder der Maleku nicht nur Lesen, Schreiben und Englisch, sondern behalten gleichzeitig ihre Traditionen, rituellen Tänze und die eigene Sprache bei – eine beeindruckende Leistung für eine Minderheit von nur 800 Menschen.
Ein Tag im Dorf Tonjibe
Ein Besuch bei den Maleku ist mehr als eine Reise – es ist eine Begegnung mit einem stolzen, lebendigen Volk, das seine Kultur, Sprache und Traditionen trotz aller Herausforderungen bewahrt.
Im Süden Costa Ricas, in den Bergen rund um das Dorf Boruca, bewahren die Boruca/Terraba Indigenas ihre alte Kultur mit Stolz. Die Organisation „Flor de Boruca“, ein Zusammenschluss indigener Künstler:innen, unterstützt die Gemeinde seit vielen Jahren, indem sie die traditionelle Kunsthandwerkskunst pflegen und deren Verkauf fördern.
Obwohl nur noch wenige Mitglieder die Sprache Boruca/Terraba fließend sprechen, lebt die Kultur in den handwerklichen Traditionen weiter. Gegründet in den frühen 1980er Jahren, trafen sich zunächst Frauen in einer Werkstatt, um ihre Kunstwerke zu schaffen. Heute verwaltet die Organisation nicht nur die Werkstätten, sondern auch das kleine Gemeindemuseum, ist offiziell registriert und genießt nationale wie internationale Anerkennung – sie ist ein zentraler Bezugspunkt für Tourismus und Kulturvermittlung.
Das Spiel der Boruca-Teufel
Eines der bekanntesten kulturellen Highlights ist das Spiel der Boruca-Teufel, ein traditionelles Fest, das jedes Jahr vom 30. Dezember bis 2. Januar gefeiert wird. Es symbolisiert den ewigen Kampf der indigenen Kultur, trotz des Einflusses anderer Kulturen die eigene Identität zu bewahren. Heute gilt es als eines der ältesten und künstlerisch beeindruckendsten Feste Costa Ricas.
Kunsthandwerkliche Schätze
Besucher erhalten Einblicke in die Herstellung traditioneller Werke, die die Geschichte und Spiritualität der Boruca spiegeln:
Im Gemeindemuseum werden Besucher über die Traditionen der Boruca informiert, und vor dem Eingang steht eine präkolumbianische Steinkugel, die zum Weltkulturerbe erklärt wurde – ein Symbol des Respekts für die Geschichte und das Erbe des Volkes.
Ein Besuch bei den Boruca/Terraba bedeutet nicht nur, Kunstwerke zu sehen, sondern in die lebendige Kultur einzutauchen, ihre Geschichte zu spüren und die handwerkliche Exzellenz hautnah zu erleben.
Der Regenwald der Österreicher – Ein Paradies unter Schutz
Im Süden Costa Ricas, nahe des Golfo Dulce, liegt der rund 159 km² große Esquinas-Regenwald – einer der artenreichsten und faszinierendsten tropischen Regenwälder Mittelamerikas. Er ist Heimat unzähliger Pflanzen- und Tierarten, darunter bedrohte Säugetiere wie Jaguare, Ozelots, Faultiere, Ameisenbären und drei verschiedene Affenarten. Über 350 Vogelarten, darunter bunte Aras und Tukane, sowie mehr als 3.000 Pflanzenarten machen ihn zu einem wahren Schatz der Natur.
Bis vor wenigen Jahrzehnten war dieses Paradies jedoch stark gefährdet: Rund 140 Bauern aus den umliegenden Dörfern besaßen das Land und hatten das Recht, den Wald zu roden. 1991 erklärte die Regierung Costa Ricas das Gebiet zwar zum Nationalpark, doch fehlten die Mittel, um alle Grundstücke zu kaufen und dauerhaft unter Schutz zu stellen.
Ein österreichisches Herzensprojekt
Im selben Jahr gründete der Musiker und Universitätsprofessor Michael Schnitzler, Enkel des Dichters Arthur Schnitzler, den Verein „Regenwald der Österreicher“. Mit Hilfe von Spenden österreichischer Naturfreund:innen werden seither Grundstücke Stück für Stück freigekauft und der Republik Costa Rica geschenkt. Ein Vertrag mit dem Umweltministerium garantiert, dass jedes gekaufte Stück Land sofort Teil des Nationalparks wird.
Bis heute konnten so bereits über 38 km² – inzwischen mehr als 72 % des gesamten Gebiets – gesichert werden. Die Grundstücke tragen symbolisch den Namen „Regenwald der Österreicher“. Auch die Republik Costa Rica selbst und internationale Partner beteiligen sich am Freikauf.
Die Besitzer erhalten für ihr Land den ortsüblichen Marktpreis und bleiben meist als Bauern in der Region – ein fairer Weg, der Ausbeutung stoppt und neue Chancen eröffnet.
Schutz und Auswilderung
Die Nationalparkverwaltung sorgt mit Wildhütern für den Schutz des Waldes. Um den Personalmangel zu beheben, finanziert der Verein die Gehälter zusätzlicher Ranger. So konnte das Gebiet rund um La Gamba gesichert werden, wo inzwischen auch erfolgreiche Auswilderungsprojekte stattfinden. Unter anderem wurden bereits über 100 beschlagnahmte Papageien wieder freigelassen, und auch Tiere wie Ozelots, Brüllaffen und Ameisenbären kehren zurück, wo die Natur sich regeneriert.
Gleichzeitig unterstützt der Verein Programme zur Umwelterziehung der lokalen Bevölkerung – denn nur wer versteht, welchen Wert ein unversehrter Wald hat, wird ihn auch für kommende Generationen schützen.
Internationale Anerkennung
Das Projekt wurde vielfach ausgezeichnet:
Bis heute wurden durch Spenden von Privatpersonen, Schulklassen, Firmen und Institutionen über 1,8 Millionen Euro gesammelt.
Besuch im Regenwald
Reisende können den „Regenwald der Österreicher“ mit Amadeus Travel hautnah erleben – etwa durch Aufenthalte in der Esquinas Rainforest Lodge, mitten im Herz dieses einzigartigen Naturparadieses.
Mitmachen & unterstützen
Wer selbst einen Beitrag leisten möchte, kann ein Stück Regenwald symbolisch kaufen oder eine Patenschaft für ein Tier übernehmen. Jede Unterstützung fließt direkt in den Grundstückskauf oder in konkrete Schutz- und Auswilderungsprojekte. Als Dank erhalten Spender:innen ein Zertifikat mit Foto – ein Stück Regenwald zum Anfassen.