Costa Rica A-Z
Costa Rica – Im virtuellen Amadeus-Reiseführer finden Sie wichtige Informationen über Reisevorbereitungen, Land und Leute, Flora und Fauna und vieles andere aus erster Hand
Die Rubrik „Reisevorbereitungen“enthält, viele nützliche Tipps für Ihre Costa Rica Reise, wie Ausrüstungsliste, Elektrizität, Telekommunikation, Ein- und Ausreisebestimmungen etc. Ferner sind die wichtigsten diplomatischen Vertretungen in Costa Rica aufgelistet.
Die Lebensart der Ticos, Spezialitäten, bedeutende Feste und vieles mehr erfahren Sie im „Der Costarikaner“
„Natur Pur“ – für die Naturbegeisterten. Ausführliches zu Fauna & Flora Costa Ricas, mit spezieller Widmung für die Meeresschildkröten und dem Quetzal.
„Wissenswertes“ – bezieht sich auf die Landesdaten, Geschichte, Politik, Geographie und Literatur.
Reisevorbereitungen
Anreise nach Costa Rica
Die Anreise nach Costa Rica ist auf demLuft-, Land- und Seeweg möglich.
Wichtig: Bitte diese Infos zur Einreise und zum Aufenthalt im Land beachten.
Anreise auf demLuftweg
Zahlreiche Airlines aus Europa, Nordamerikaund Lateinamerika fliegen Costa Rica mit Direktflügen an. Der wichtigste internationale Flughafen, Juan Santamaría (SJO), liegt etwa 30km außerhalb vom Zentrum der Hauptstadt San José. Daneben wird auch der Daniel Oduber International Airport (LIR) in der Nordprovinz Guanacaste, bekannt als Liberia Guanacaste Airport, von verschiedenen Fluggesellschaften mit Direktverbindungen bedient. Die Ausreisesteuer und weitere obligatorische Abgaben sind bereits im Ticketpreis enthalten.
Anreise auf demLandweg
Mehrere private Busunternehmen bieten täglich grenzüberschreitende Verbindungen aus Panama (via Grenzübergang Paso Canoas) oder Nicaragua (via Grenzübergang Peñas Blancas)nach Costa Rica an.
Anreise auf demSeeweg
Mit Kreuzfahrtschiffen, die in Costa Rica ein- oder ausschiffen bzw. für Tagesexkursionen.
Aurüstungsliste
- Regenumhang
- Warme Kleidung für kalte, feuchte Berge
- Pullover, Vlies ist ausreichend
- Tagesrucksack ca. 10 l
- Leichte Wanderschuhe mit gutem Profil
- Wanderstöcke sind sehr hilfreich
- Sonnencreme und Mückenschutz
- Kopfbedeckung
- Taschenlampe mit Ersatzbatterien
- Fernglas
- Leichte Wanderschuhe mit gutem Profil
- Stromanschluss 110 Volt, Adapter gibt es in Costa Rica
- Fotoapparat mit ausreichend Speicherkarten
- Bezüglich Medikamente fragen Sie bitte Ihren Arzt
- Die Pflasterqualität vor Ort ist mässig bitte selbst mitnehmen
- Es gibt ausreichend Gelegenheit zum Wäschewaschen
- Reisepass muss immer mit sich geführt werden
- Bei Kopie muss der Einreisestempel und das Passbild gut sichtbar sein
- Es gibt landesweit über 600 Geldautomaten
- IC-Karten + Kreditkarten. Bitte PIN-Nummer nicht vergessen.
Botschaften
Österreichische Vertretungen in Costa Rica
Zuständig ist die Botschaft in Mexiko
Österreichische Botschaft in Mexiko
Sierra Tarahumara 420
Colonia Lomas de Chapultepec
11000 Mexico, D.F.
Tel: 0052 – (0)55 – 52 51 16 06
Fax: 0052 – (0)55 – 52 45 01 98
Email: mexiko-ob@bmaa.gv.at
www.aussenministerium.at/mexiko
www.embajadadeaustria.com.mx
Honorargeneralkonsulat von Österreich in San José
Paseo Colón, Edificio Colón, Piso 7, San José (neben Banco de Costa Rica)
San José, Costa Rica
Tel: (+506) 2221 4306,
Tel: (+506) 2222 7230
Email: consulado.austria.cr@gmail.com
Vertretungen von Costa Rica in Österreich
Botschaft der Republik Costa Rica in Wien
Flossgasse 7/3-4
1220 Wien
Tel: 0043 – (0)1 – 263 38 24
Fax: 0043 – 66- 244-1485
Email: concr-at@rree.go.cr
Honorarkonsulat der Republik Costa Rica in Salzburg
Hagenauerstraße 5
5020 Salzburg
Tel: 0043 – (0) 662 – 44 13 86
Fax: 0043 – (0) 662 – 44 14 85
in der Bundesrepublik Deutschland
Botschaft der Republik Costa Rica in Berlin:
Dessauerstrasse 28-29
D-10963 Berlin
Tel: 0049 – (0)30 – 263 98 990
Fax: 0049 – (0)30 – 265 57 210
Email: emb@botschaft-costarica.de
URL: http://www.botschaft-costarica.de
Honorarkonsulate (mit Visumerteilung)
Honorargeneralkonsulat Costa Rica in Hamburg
Meyerhofstraße 8
22609 Hamburg
Tel: 0049 – (0)40 – 80 13 95
Fax: 0049 – (0)40 – 80 99 59 43
0049 – (0)40 – 66 96 19 10
Email: rica@drab.de
Honorarkonsulat Costa Rica in Frankfurt/Main
Niederkirchweg 22
65934 Frankfurt am Main
Tel: 0049 – (0)69 – 39 04 36 56
Fax: 0049 – (0)69 – 39 10 26
Honorarkonsul der Republik Costa Rica in Hannover
Marienstraße 8
30171 Hannover
Tel: 0049 – (0)511 – 28 11 27
Fax: 0049 – (0)511 – 28 34 111
Email: consulrica-hannover@telesonmail.de
Honorarkonsul der Republik Costa Rica in Leipzig
Lützowstraße 34
04157 Leipzig
Tel: 0049 – (0)341 – 9 09 67 32
Fax: 0049 – (0)341 – 9 09 67 33
Email: leipzig@konsulat-costa-rica.de
Schweizer Vertretungen in Costa Rica
Schweizer Botschaft in San José
Edificio Centro Colón, 10° piso, Paseo Colón
San José, Costa Rica
Postadresse:
Embajada de Suiza
Apartado 895
Centro Colón
1007 San José
Costa Rica
Tel: 00506 – 22 21 48 29
00506 – 22 22 32 29
00506 – 22 21 10 52
Fax: 00506 – 22 55 28 31
Email: sjc.vertretung@eda.admin.ch
Web: www.eda.admin.ch/sanjose
Die schweizer Botschaft in Costa Rica ist weiterhin zuständig für:
Nicaragua
Panama
Vertretungen von Costa Rica in der Schweiz
Botschaft der Republik Costa Rica in Bern
Schwarztorstraße 11
3007 Bern
Tel: 0041 – (0)31 – 37 27 887
Fax: 0041 – (0)31 – 95 26 457
Email: costa.rica@bluewin.ch
Konsulate:
Konsulat der Republik Costa Rica
Chemin de Mornex 38
Case postale 85
1001 Lausanne
Tel: 0041 – (0)21 – 312 77 64
Fax: 0041 – (0)21 – 312 33 02
Konsulat der Republik Costa Rica
Via Curti 2
6900 Lugano
Tel: 0041 – (0)091 – 922 21 13
Fax: 0041 – (0)091 – 923 40 56
Einkaufen
Öffnungszeiten sind im allgemeinen von 9 -20 Uhr.
Supermärkte und große Einkaufszentren haben in Costa Rica auch am Wochenende geöffnet.
Einreisebestimmungen
Deutschen, Schweizern und Österreichern wird bei Vorlage eines noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepasses ein Aufenthalt von 90 Tagen in Costa Rica gestattet.
Wer länger bleiben möchte, kann entweder in San José bei der Einwanderungsbehörde um die Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung ansuchen, oder für mind. 3 Tage aus Costa Rica ausreisen.
Die Tourimuszentrale von Costa Rica publiziert auf ihrer Website aktualisierte Einreise- und Reiseinformationen: https://www.visitcostarica.com/en/costa-rica/planning-your-trip/entry-requirements
Folgende Dinge sollten sich nicht in Ihrem Gepäck befinden: frisches Obst und/oder Gemüse, offene Fleischwaren, Drogen! (Medikamente bitte ausreichend kennzeichnen),
Elektrizität
Die Netzspannung beträgt 110V. Am besten Sie bringen einen passenden Adapter von zu Hause mit.
Essen & Trinken
Costa Rica bietet in den größeren Städten und den Touristikzentren eine große Auswahl an exquisiten Restaurants. Das Speiseangebot beinhaltet nationale und internationale Küche, letztere teilweise vercostarikanisiert.
Landesweit gibt es die sog. Sodas. Die kleinen Restaurants dürfen keine alkoholischen Getränke im Angebot führen. Soda ist die Bezeichnung für Mineralwasser.
Die Speisekarte, soweit es eine gibt, bietet immer den „Casado“ Reis, Bohnen, Krautsalat, frittierte Kochbananen, einheimisches Gemüse und wahlweise Rindfleisch, Huhn, Schwein, Fisch oder vegetarisch. Weitere typische Gerichte in Costa Rica sind „Arroz con Pollo o Camarones“ (tropischer Hühner- oder Krabbenrisotto) und Olla de Carne (tropischer Rindfleischeintopf). Zum Essen werden immer Tortillas (kleine Maisfladen) serviert.
Zum Frühstück isst man in Costa Rica meistens Gallo Pinto (Reis und Bohnen mit Zwiebeln, Koriander, Paprika in der Pfanne gebacken), welches mit Eiern serviert wird.
Flan de Coco o Caramelo (Kokos oder Karamelpudding), Arroz con leche (Milchreis) oder Tres Leches (Milchkuchen) sind die typisch einheimischen Nachtischgerichte.
In den costarikanischen Bars wird zum Bier oder Cocktail eine Boca (Mund) gereicht. Boca ist vergleichbar mit der spanischen Tapa. Früher musste zum alkoholischem Getränk immer eine Boca serviert werden.
In Costa Rica werden verschiedene Spezialitäten auf der Strasse verkauft, z. B. Pejibaye (Pfirsichpalmfrüchte), die heiß mit Mayonnaise verzehrt werden, oder Tamales, ein in Bananenblätter gewickelter Maisbrei mit Fleischstücken und Maiskolben die geröstet oder gekocht angeboten werden.
Die Brotkultur hat sich in Costa Rica im Laufe der letzten 20 Jahre durchgesetzt. Heute gibt es fast an jedem Eck eine Bäckerei die Stangenbrot verkauft. Sehr lecker sind die verschiedenen gefüllten Empanadas. Die süßen Backwaren verdienen den Namen süß.
An der Atlantikküste Costa Ricas können Sie sich mit karibischer Küche verwöhnen lassen. Rice & Beans, hier werden die Bohnen in Kokosmilch gekocht, ist das typische karibische Sonntagsgericht. Dazu wird bevorzugt Makrele oder Huhn, ebenfalls in Kokosmilch und scharf gekocht serviert.
Die landestypische Kaffeezubereitung wird mit Stofffilter gemacht.
Weitere Getränke sind die international bekannten Soft Drinks. Bei Bier ist die gängigste Marke Imperial, weitere Sorten sind Pilsen, Bavaria, Rock Ice.
Das Weinangebot ist international, südamerikanische Weine kommen vorwiegend aus Chile und Argentinien. Eine weitere flüssige Köstlichkeit ist der costaricanische Kaffeelikör. Der Guaro, der beliebteste einheimische Schnaps, gebrannt aus Zuckerrohr, ist für den Europäer etwas gewöhnungsbedürftig.
Feiertage
Religiöse Feiertage werden im stark katholischen Costa Rica mit besonderer Anteilnahme begangen, und auch sonst gibt es zahlreiche Anlässe zu ausgelassenen Feierlichkeiten.
Eines der größten nicht kirchlichen Feste ist der Karneval in Limón; oftmals werden diese fiestas von unblutigen Stierkämpfen begleitet.
Zu folgenden Feiern muß man damit rechnen, daß alle Ämter und auch die meisten Geschäfte geschlossen sind:
- 1. Januar, Neujahr
- 19. März, St.- Josephstag, Schutzheiliger von San José
- 11. April, Juan Santamaria Tag, Nationalheld des Landes
- Gründonnerstag und Karfreitag
(Ostermontag und Pfingstmontag sind normale Arbeitstage) - 1. Mai, Tag der Arbeit
- 25.Juli, Anschluß der Provinz Guanacaste, vor allem lokal mit Iändlichen Festen gefeiert)
- 2. August, Maria von den Engeln, Schutzheilige des Landes; Wallfahrt nach Cartago
- 15. September, Unabhängigkeitstag, Laternenumzug am 14. September abends
- 12. Oktober, Kolumbus – Tag, Karneval in Puerto Limón
- 1. Dezember, Abschaffung der Armee
- 8. Dezember, Maria Empfängnis
- 24. und 25. Dezember, Weihnachten
Lokale Feiertage und Fiestas
Januar:
Volksfest mit Stierkämpfen, Karussells etc., um den 15. Januar in Santa Cruz, Guanacaste
Tennisturnier um die Copa del Cafe.
Februar:
Fiestas in San Isidro de El General (Landwirtschaft, Stierkämpfe)
Fiesta de los Diablitos in Boruca.
März:
Carrera de la Paz (Marathon) in San José; Nationale Orchideenausstellung in San José, Wallfahrt nach Ujarrás, Bonanza Viehausstellung an der Straße nach Alajuela (Rodeos, Stierkämpfe etc.) Kunsthandwerkausstellung vor dem Nationaltheater in San José, Tag des Ochsenkarren (Dia del Boyero, Wallfahrt mit Ochsenkarren) am 2. Sonntag in Escazu.
Mai:
15. 5. San Isidro, der Ackersmann (Kirchweihfest in Orten dieses Namens).
17. 5. Carrera de San Juan (Marathonlauf) bei Cartago.
Juli:
16. 7. Santa Maria, Schutzheilige des Meeres (Prozession geschmückter Fischerboote, anschließend Karneval) in Puntarenas.
August:
Internationales Musikfestival, Afrocostaricanische Kulturwoche (Aufführungen, Vorträge etc.)
31.8. Fest des San Ramón (große Prozession in San Ramón).
Oktober:
Am 12. 10. Verschiedene lokale Feste (Karneval in Limón, Fiesta del Maiz in Upala). Costa Rica Yacht Club Regatta.
November:
2.11. Seelengottesdienste und Friedhofsbesuche im ganzen Land. Kaffeepflückwettbewerbe; Internationale Surfcompetitions.
Dezember:
8. 12. Fiesta de los Negritos in Boruca (Tänze), Dia de la Pólvora (Feuerwerk im ganzen Land)
12. 12. Dia de la Yeguita (kleine Stute) in Nicoya (Prozession mit deutlichen indianischen Einflüssen).
Von Weihnachten bis Neujahr feiert man in ganz Costa Rica viele Feste (Weihnachtssänger, Mitternachtsmessen, Volksfest mit Rummel in Zapote und in Alajuelita).
Fotografieren
Wegen der starken tropischen Sonne und der teilweise grossen Luftfeuchtigkeit in Costa Rica empfehlen wir einen Polarisationsfilter und Silikonkristalle mitzunehmen. Erhältlich in österreichischen und deutschen Apotheken oder Fotofachgeschäften.
Geld und Devisen
Die Währung in Costa Rica nennt sich Colón. Es gibt Münzen zu 5, 10, 20, 25, 50, 100 und 500 Colónes, Scheine zu 1000, 2000, 5000, 10.000 und 20.000 Colónes. Leitwährung ist der US-Dollar. Geldtausch am Flughafen ist sehr teuer, das Amadeus Reisebüro Costa Rica rät davon ab!
Im touristischen Bereich, Hotels und Exkursionen, sind die Preise oft in US$ angegeben; bezahlt werden kann immer in Colónes oder Dollar.
Landesweit gibt es über 600 Geldautomaten an denen mit Kredit- und IC-Karte Geld abgehoben werden kann. Vergessen Sie Ihre Pinnummer nicht!
Die gängigsten Kreditkarten sind Visa. Mastervard und American Express.
Die Banken sind von 9 bis 15 Uhr geöffnet. In Costa Rica kann bei Banken kann das Geldwechseln zu einer längeren Prozedur werden. Bitte nehmen Sie unbedingt Ihren Reisepass zum Geldwechseln in die Bank mit. In Hotels kann Geld gewechselt werden.
Für aktuelle Umrechnungskurse in Costa Rica besuchen Sie bitte den Währungsrechner OANDA.com
Impfungen
Zur Zeit keine vorgeschrieben Impfungen für Costa Rica Reisen.
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber für alle Reisenden älter als 9 Monate wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet gefordert und muss durch einen Internationalen Impfpass nachgewiesen werden. Impfschutz besteht ab zehn Tagen nach der Gelbfieber-Impfung. Bei Nichtbeachtung droht Einreiseverbot.
Empfohlen werden Tetanus- und Polioschutz und unter bestimmten Vorraussetzungen Malariaphrophylaxe. Costa Rica ist als „Zone A“ mit geringem und saisonal bedingtem Malaria-Risiko von der Weltgesundheitsorganisation klassifiziert.
Für genaue Auskünfte kontaktieren Sie bitte Ihren Hausarzt und/oder das Tropeninstitut.
Klima und Reisezeit
Costa Rica ist ganzjährig bereisbar. Das Klima ist tropisch bis subtropisch und wird sehr stark von der Höhenlage und den Kordilleren (Kontinentalscheide) beinflusst. Costa Rica teilt sich in die immerfeuchte Atlantikregion und die wechselfeuchte Pazifikregion.
Trockenzeit ist von Dezember bis April und Niederschläge sind sehr selten. In der Regenzeit fällt meist am Nachmittag 2 bis 3 Stunden heftiger Regen. Die stärksten Regenmonate sind Oktober und November. Im Juli und August gibt es einen „Veranillo“ (kleine Trockenzeit) mit wenig Niederschlag. Das karibische Klima Costa Ricas verhält sich genau umgekehrt. Die niederschlagärmste Zeit des Jahres ist von August bis Oktober.
Kriminalität
Die Kriminalität in Costa Rica ist durchschnittlich im internationalen Vergleich. Vorsichtig sollte man immer sein.
Wertsachen sollten nur für den Tagesverbrauch mitgeführt und nicht für jedermann sichtbar getragen werden. Auf Schmuck weitgehend verzichten. In den Touristikgebieten und in den großen Städten sollte man Gepäck nie unbeaufsichtigt lassen. Beladene Fahrzeuge nur auf gut bewachten Parkplätzen abstellen. Mit dem öffentlichen Busreisende sollten immer ihr Gepäck im Auge behalten. Nächtliche Spaziergänge in den großen Städten vermeiden. Überprüfen Sie außerdem die Abdeckung von eventuellen Verlusten derartiger Vorfälle durch Ihre Reiseversicherung.
Telekommunikation
Costa Rica besitzt ein gut ausgebautes und modernes Telefonnetz. Viele europäische Telefongesellschaften haben Roamingverträge mit Costa Rica. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem Anbieter.
Fax und E-mail Service ist ebenfalls weit verbreitet. Landesweit sind Internetcafes und viele Hotels und Restaurants sind mit WIFI ausgestattet. Öffentliche Telefone funktionieren mit Wertkarten die in vielen Geschäften erhältlich sind.
Zeitverschiebung
Der Zeitunterschied zwischen Costa Rica und Mitteleuropa beträgt in der Winterzeit minus 7 Stunden, in der Sommerzeit minus 8 Stunden.
Wissenswertes
Landesdaten
Allgemeine Daten
| Hauptstadt | San José |
| Landfläche | 51’060 km2 = 0,03% der Erdoberfläche |
| Koordinaten | 8º bis 11° nördliche Breite
82° bis 86º westliche Länge |
| Landgrenzen | 309 km mit Nicaragua im Norden Vertrag Cañas – Jerez vom 15. April 1858 Ratifiziert mit dem Laudo Cleveland am 22. Mai 1888 330 km mit Panama im Süden |
| Verwaltungseinteilung | 7 Provinzen, 84 Cantones, 489 Distritos |
| Höchster Berg | Cerro Chirripó mit 3’820 m |
| Atlantikküste | 212 km von Punta Castillas bis Sixaola |
| Pazifikküste | 1’016 km von Bahia Salinas bis Punta Burica |
| Regierungsform | Präsidialregierung mit Neuwahl alle vier Jahre
Allgemeines Wahlrecht ab 18 Jahren |
| Staatsoberhaupt | Rodrigo Chaves Robles
Partido Progreso Social Democrático |
| Parlament | Einkammersystem mit 57 Abgeordneten |
Bevölkerungsdaten 2023
Bevölkerungsgruppen
|
66% |
Kreolen (Weiße spanischer Abstammung.) |
|
14% |
Mestizen (indianisches und weisses Blut) |
|
9% |
Immigranten |
| 8% | Afrocostaricaner und Mulatten |
|
2,5% (ca. 104’000) |
indigene Ureinwohner in acht ethnischen Gruppen (24 Territorien mit 3’344 km2 Fläche) |
| 1% | Chinesen/Asiaten |
Altersstruktur
| 0 bis 9 Jahre |
12,7% (2020 14,4) |
| 10 bis 19 Jahre |
14,2% (2020 14,8) |
| 20 bis 29 Jahre |
15,3% (2020 16,9) |
| 30 bis 39 Jahre |
16,3% (2020 16,9) |
| 40 bis 49 Jahre |
13,7% (2020 12,8) |
| 50 bis 59 Jahre |
11,6% (2020 10,9) |
| 60 bis 69 Jahre |
9,1% (2020 7,8) |
| 70 bis 79 Jahre |
5,1% (2020 3,7) |
| 80+ Jahre |
2,1% (2020 1,8) |
Lebenserwartung bei Geburt
| Frauen |
83.7% (2020 83.4, 2010; 81.7) |
| Männer |
78.6% (2020 78.5, 2010 76.5) |
Schulbildung
| 1. bis 6. Klasse Grundschule | |
| 7. bis 9. Klasse Sekundarstufe | |
| 10. bis 11. Klasse Berufs-Abitur | |
| 10. bis 12. Klasse Akademisches Abitur | |
| Private Schulen und Universitäten | 10% |
| Staatliche Schulen und Universitäten | 90% |
| Staatsausgaben für Bildung | 5,9% des BIP (2020 7,4%, 2010: 7%) |
Berufsausbildung
| Ausbildungsdauer im Durchschnitt bei 9 Monaten |
| Nationales Ausbildungsinstitut INA |
| Voraussetzung: Sekundarschulabschluss |
Wirtschaftleistung 2023
| Bruttoinlandsprodukt (BIP) | 85’590 Mio. (2020 61’774, 2010 35’789) |
| BIP pro Kopf der Bevölkerung | 16’213 US$ (2020 12’238, 2010 7’842) |
| BIP nach Sektoren | Landwirtschaft 4,5% Industrie 21,7% Dienstleistungen 73,8% |
| Tourismuseinnahmen | 4’100 Mio. = 6,1% des BIP |
Geschichte
Präkolumbianische Zeit
9000 v. Chr. Die ersten Einwanderer gelangen in kleinen Gruppen in das Gebiet des heutigen Costa Rica.
Ab 500 v.Chr. Seßhaftwerdung die ersten Ureinwohner durch das Betreiben von Ackerbau. Daraufhin entwickelt sich eine Gesellschaft geprägt von Arbeitsteilung und sozialer Hierarchie. Handelsbeziehungen und Wanderungen schaffen einen regelmäßigen Austausch mit dem mesoamerikanischen Kulturkreis und dem des nördlichen Teils Südamerikas.
Die Zeit der spanischen Kolonie
1502 Christoph Kolumbus, der während seiner vierten und letzten Reise auf der Suche nach einer Durchfahrt durch den amerikanischen Kontinent die ganze mittelamerikanische Küste entlangsegelt, landet im heutigen Puerto Limon. Da er südlich im damaligen Veragua, Indianer mit Gold gesehen hatte, nennt er die Region Costa Rica (Reiche Küste).
1522 Von Spanien aus wird ein weiterer Versuch unternommen sich das Land anzueignen, diesmal von der pazifischen Seite aus, da die zwar näher liegende karibische Küste doch nicht so zugänglich erscheint. Ein erster Besiedelungsversuch auf der Halbinsel Nicoya scheitert.
1563 -1568 Von Nicaragua aus wird ein Feldzug (1563/64) in Richtung Süden gestartet um das Territorium zu sichern und den Weg für die spanischen Siedler zu ebnen. Gründung Cartagos(1564) als erste dauerhafte Siedlung in dem eroberten Gebiet. Der erste Gouverneur Juan Vazquez de Coronado, der sich für den Frieden in der Region einsetzt, stirbt 1566; sein Nachfolger Diego de Ribero geht den Weg der Gewalt, Zwangsmissionierung und Indianersklaverei. Die Folge sind die Entvölkerung der Region und bis zum Ende der Kolonialzeit fortwährende Aufstände im Talamanca- und im Boca del Toro-Gebiet, welche beide von den Spaniern nie dauerhaft erobert werden konnten. 1568 wird Costa Rica, bis zu diesem Zeitpunkt von Nicaragua aus verwaltet, direkt der Regierung Guatemalas unterstellt.
1570 -1821 Die nächsten zweieinhalb Jahrhunderte ist Costa Rica Provinz der Audiencia von Guatemala. Das Gebiet ist schlecht erschlossen, damit schwer zu erreichen und die wirtschaftlichen Interessen an der Region sind praktisch nicht vorhanden. Die Bevölkerung, um die 20.000 Menschen, lebt ausschließlich im Valle Central und ist vom Rest der Welt relativ isoliert, da die wenigen Verbindungsstraßen zur Küste sehr schlecht und gefährlich sind. Das Interesse der Engländer an der Atlantikküste, die Übergriffe von Piraten und Misquitoindianern und auch die Indianeraufstände in der Talamanca haben wenig Einfluß auf die primitive, kleinbäuerliche Lebensweise der Bevölkerung.
Der Weg in die Unabhängigkeit
1821 -1825 Mexiko und Guatemala erreichen die Unabhängigkeit. Für Costa Rica beginnt nun die Suche nach einer neuen politischen Orientierung, verbunden mit schweren Auseinandersetzungen bis hin zum Bürgerkrieg, den die Republikaner aus San José gegen die Monarchisten aus Cartago für sich entscheiden. San José wird die neue Hauptstadt; 1823 schließen sich die Republikaner der von Guatemala geführten neuen zentralamerikanischen Föderation an. Zwei Jahre später entwirft Costa Rica eine erste eigene Verfassung.
1836 -1848 Andauernde Bürgerkriege zerschlagen die Föderation. Die de facto schon bestehende Unabhängigkeit des Landes wird 1848 durch eine entsprechende Proklamation formal bestätigt.
1855 -1857 William Walker, ein amerikanischer Abenteurer, fällt mit einer Handvoll Flibustier (Seeräuber) in Nicaragua ein und macht sich zum Präsidenten des Landes. Seine politischen Ansichten und Ziele, nämlich die Einführung der Sklaverei und Schaffung eines von den USA abhängigen zentralamerikanischen Vasallenstaates, veranlassen Costa Rica dazu ihm 1856 den Krieg zu erklären. Walker wird ein erstes Mal im Gebiet des heutigen Santa-Rosa Nationalparks geschlagen, ein zweites Mal kurz danach in der Stadt Rivas (Nicaragua) und gibt, von seinen Nachschublinien am Nicaragua-See abgeschnitten, 1857 auf.
Der liberale Staat
1871 Eine neue liberale Verfassung erschüttert die Herrschaft der „Kaffee-Barone“; die Mittelschicht übernimmt nun die Macht und entsprechende demokratische Prinzipien etablieren sich. Die Infrastruktur wird verbessert und mit dem Bau einer Eisenbahnstrecke von Limon nach San Josè, gewinnt Costa Rica an Attraktivität für die Interessen der United Fruit Company, die sich darauf hin hier niederläßt.
1917 -1919 Für eine kurze Periode kommt der Diktator General Federico Tinoco an die Macht, er wird jedoch bald durch einen Aufstand der demokratischen Bewegung wieder abgesetzt.
1938 Durch Absatzeinbußen, einen Streik und dem Kampf gegen Pflanzenschädlinge geschwächt, zieht sich die übermächtige United Fruit Company von der Atlantikküste zurück und richtet sich in wesentlich kleinerem Rahmen an der pazifischen Küste ein. Arbeitslosigkeit und soziale Schwierigkeiten sind die Folgen der Umstrukturierung vor allem an der Atlantikseite.
1948 Ein Bürgerkrieg, ausgelöst durch versuchte Wahlmanipulation durch die regierende Republikanische Partei von Rafael Angel Calderón Guardia, wird von der Opposition unter José Figueres entschieden.
Das neue Costa Rica
1949 Eine Verfassungsreform wird ausgearbeitet, die auf eine weitere Stärkung der „bürokratischen“ Mittelschichten und der demokratischen Institutionen abzielt. Ebenso sollen künftige Wahlmanipulationen durch Auflösung des Heeres und das Verbot der Wiederwahl eines Präsidenten verhindert werden. Die PLN (Partido de Liberación Nacional) spielt in der modernen Geschichte des Landes eine entscheidende Rolle, obwohl sie fast jede zweite Wahl verliert und die Regierungsgeschäfte regelmäßig an eine Partei aus dem christlich-sozialen Oppositionslager abgeben muß.
1982 Die Krise der 80er Jahre bringen Costa Rica und seine Wohlfahrtspolitik in finanzielle Schwierigkeiten. Einer der wichtigsten Präsidenten aus dem PLN-Lager, Luis Alberto Monge, versucht Sparmaßnahmen im sozialen Bereich durchzusetzen, muß aber wegen Unruhen sein Vorhaben wieder aufgeben. Costa Rica steht der sandinistischen Revolution in Nicaragua zu Beginn positiv gegenüber. Innerhalb des Landes kommt es aber zu Spannungen, da die konservativen Kräfte eher gegen die Sandinisten eingestellt sind und noch dazu Druck seitens der USA ausgeübt wird.
1986 Oscar Arias Sanchez (PLN) führt die von Monge eingeleitete Linie der strikten Neutralität im Nicaragua – Konflikt fort.
1987 erhält er durch seine Vermittlungsbemühungen in zentralamerikanischen Fragen den Friedensnobelpreis.
1990 Trotz des internationalen Rufes von Arias Sanchez, muß die PLN die Regierungsgeschäfte an einen Oppositionellen aus dem christlich-sozialen Lager abgeben. Der neue Präsident ist Rafael Angel Calderón Fournier, dessen Vater Calderón Guardia, selbst langjähriger Präsident Costa Ricas die Geschicke des Landes in den 40er Jahren bestimmte.
1994 Die PLN gewinnt mit knapper Mehrheit die Wahlen. Der neue Präsident heißt José Maria Figueres und ist der Sohn des Revolutionärs und Gegners Calderons im Bürgerkrieg von 1948.
1998 Die Wahlen entscheiden wieder die Christdemokraten mit ihrem Kanditaten Miguel Angel Rodriguez, dessen primäres Ziel die Bekämpfung der steigenden Inflation ist.
2002 Zum ersten Mal in der Geschichte Costa Ricas wird der Präsident erst nach einer zweiten Wahlrunde gewählt. Nach einem sehr kanppen Wahlausgang gewinnt der Vertreter der Christdemokraten Abel Pacheco die Wahlen. Sein Hauptziel ist der Kampf gegen die Korruption.
2006 Nachdem zwei ehemalige Präsidenten der Christdemokraten, Calderon und Rodriguez, wegen Korruption in Untersuchungshaft waren haben die Christdemokraten bei den Wahlen nur noch 5% der Wählerstimmen erhalten. Oscar Arias wurde nach einer umstrittenden Wahl, es war von Wahlbetrug die Rede, mit nur 1% vor seinem Gegner Otton Solis der Partei der Volksaktion, zum Präsidenten erklärt.
2010 Amtsantritt der ersten weiblichen Präsidentin Costa Ricas, Laura Chinchilla
2014 Amtsantritt von Luis Guillermo Solís
2018 Amtsantritt von Carlos Alvarado Quesada
2022 Amtsantritt von Rodrigo Chaves Robles
Spezielles
Der Costaricaner
Die Einwohner in Costa Rica nennen sich selbst liebevoll „Ticos“.
Sie sind sehr freundlich und hilfsbereit, lieben gepflegtes und modisches Erscheinen und leben einen aussergewöhnlichen höflichen Umgang miteinander. Die herzliche und sympathische Art in Costa Rica ist für viele Reisende ein wichtiges Argument in das Land zu reisen. Lt. Umfrage des staatlichen Tourismus-Institutes (ICT) steht für die meisten Costa Rica Reisenden die Freundlichkeit der Ticos knapp vor den Naturschönheiten an erster Stelle.
Der Costarikaner liebt es mit den Besuchern Kontakt aufzunehmen, auch wenn es sprachliche Hürden geben sollte. Mit Händen und Füssen verständigt man sich in Costa Rica, Hauptsache es wird kommuniziert. Er ist begeistert wenn die Besucher ein paar Worte spanisch sprechen und wird Ihren Wortschatz sofort und mit viel Geduld erweitern.
Das Familienleben ist den Ticos heilig. Die Kinder stehen dabei im Mittelpunkt, nicht nur in den Familien sondern auch in Restaurants, Hotels, Kaufhäusern usw.
Das traditionelle Muster, Mann geht arbeiten und die Frau versorgt Kinder und Haushalt hat sich in den letzten Jahren, besonders in den Städten, sehr verändert.
Die Emanzipation der Frau spiegelt sich sehr deutlich in den Abschlussstatistiken der verschiedene Schulbildungsgrade auf dem Land und in der Stadt wider. Der Anteil der Frauen mit Bachiller und Universitätsabschluss liegt in Costa Rica um einiges höher als bei den Männern. Costa Rica hatte von 2010 bis 2014 zum ersten Mal eine Frau als Staatspräsidentin, nämlich Laura Chinchilla
Glaube und Religion haben in Costa Rica einen hohen Stellenwert. Die 3 wichtigsten religiösen Gruppen in Costa Rica sind:
Römisch-katholisch 69%, protestantisch 13%, buddhistisch 2 % und religionslos 11%
Die zahlreichen kirchlichen Feste werden ausgiebig gefeiert und die Kirchen sind bei den Gottesdiensten sehr gut besucht.
Der Tico ist stolzer Pazifist und Demokrat, seit 1948 gibt es kein Militär in Costa Rica.
Zu den grössten Leidenschaften in Costa Rica zählt der Fussball. Sonntagvormittag spielt die 1. Liga und da trifft man sich zu Hause oder in der Kneipe. Es wird dabei nicht nur über Fussball geplaudert, sondern man tauscht sich lebhaft über das aktuelle Geschehen von Costa Rica aus.
Sport wird nicht nur als Zuschauer ausgeübt, sondern der Tico ist sportlich sehr aktiv. Überall im Land findet man die sog. Futbol 5, kleine Fussballfelder mit Kunstrasen auf denen 5 gegen 5 gespielt wird. Früh morgens wird geradelt und gejoggt. An den Wochenenden treffen Sie landesweit Fahrradclubs bei ihren Ausflügen.
Während einer Costa Rica Reise sehen Sie überall Losverkäufer die lautstark das große Glück verheißen. Die bunten Lose werden mit Begeisterung und Hoffnung auf den Haupttreffer gekauft. Die Lotterie ist in staatlicher Hand und die Gewinne werden an Sozialprojekte ausgeschüttet.
Es werden ausgelassene Feste gefeiert, die keinen speziellen Anlaß brauchen – Hauptsache, man trifft sich, redet, isst, trinkt und geniesst das fröhliche Beisammensein.
Quetzal
Der Quetzal, Pharomachrus mocinno im Fachjargon, gilt als einer der schönsten Vögel der neuen Welt und kann in Costa Rica häufig gesehen werden. Mit seinem grün und rot schillernden Federkleid zählt er zu den prachtvollsten Erscheinungen in den tropischen Bergwäldern in Costa Rica.
Das Männchen ist im Gegensatz zum Weibchen intensiver gefärbt, verfügt über einen Kopfschmuck und besitzt zwei lange, geschwungene, grüne Schwanzdeckfedern. Die eigentlichen Schwanzfedern sind beim Weibchen schwarz – weiß gestreift, beim Männchen annähernd reinweiß, das wiederum gut mit dem intensiven Karmesinrot seiner Bauchfedern kontrastiert und mit dem schillernden Grün der Brust und des Kopfes.
Die prächtigen Schwanzdeckfedern rollen sich beim Flug anmutig ein, sie waren vor allem in den Kulturen der Azteken und der Maya als Schmuck hochgeschätzt. In Guatemala gilt der prachtvolle Vogel als Freiheitssymbol und ist auch Wappentier des Landes. Die Rufe des Quetzals können von kurz und eindringlich bis langfließend und melodiös sein – speziell in der Paarungszeit. Die monogamen Pärchen nisten in Baumlöchern im Bergwald oder auf Lichtungen. In solch eine Baumhöhlung legt das Weibchen zwei blassblaue Eier, die dann von beiden Partnern abwechselnd bebrütet werden. Manchmal, wenn das Männchen von seiner Partnerin abgelöst wird, fliegt es senkrecht über die Baumwipfel hinauf und jubelt laut. Am höchsten Punkt seines Aufstiegs kreist es und taucht dann ins schützende Blätterdach zurück. In unberührten Waldgebieten, wo er weder abgeschossen noch eingefangen wird, hält sich der Quetzal noch in großer Zahl und solange diese Wälder geschützt werden, ist er auch vom Aussterben nicht bedroht.
Meeresschildkröten
Schildkröten hatten für den Menschen seit jeher Bedeutung in Religion und Mythologie. Als Sinnbild für Bedächtigkeit und Beharrlichkeit wurden sie in vielen Kulturen geschätzt und als Gottheiten oder Wesen mit überirdischen Kräften verehrt.
Leider wurden und werden Meeresschildkröten noch immer als Delikatesse gehandelt und ihre Panzer unverständlicherweise zu makabren Ziergegenständen aus Schildpatt verarbeitet.
Auch die Gelege der mittlerweile vom Aussterben bedrohten Tiere werden nicht geschont, die Eier werden von „Sammlern“ entwendet und als Aphrodisiaka oder besondere Spezialität angeboten. Meeresschildkröten gehören zu den Amphibien und haben ihr heutiges Aussehen seit ca. 150 Millionen Jahren nahezu unverändert beibehalten. Sie verbringen den Großteil ihres Lebens im Meer und kommen nur an Land um ihre Eier im Sand abzulegen. In Costa Rica sind fünf Arten von Meeresschildkröten beheimatet: Die Suppenschildkröte (Green Turtle), die echte Karrettschildkröte (Hawksbill), die Bastardschildkröte (Olive Ridley), die Lederschildkröte und die unechte Karrett- oder Geierschildkröte (Logghead). Und an keinem Ort auf der Welt kann man sie besser beobachten, als hier in Costa Rica, wo die Weibchen an die Strände an der Pazifik- und Atlantikseite kommen und dort ihre Nester in den Sand graben. Wer zur richtigen Zeit am richtigen Fleck ist, kann Zeuge dieses einzigartigen Schauspiels werden.
Der 35 Kilometer lange Strand von Tortuguero ist der wichtigste Brutplatz für die karibische Suppenschildkröte, deren Paarungsverhalten wohl am besten studiert ist: Nach der Befruchtung, meist zwischen September und November, wartet das Weibchen vor der Küste bis die Nacht hereinbricht, dann verlässt es das sichere Meer und begibt sich auf den mühevollen Weg über den Strand um den geeigneten Legeplatz zu finden. Das ist nicht immer ganz leicht, wird sie nämlich abgelenkt durch Lärm oder Licht, bricht sie ihr Vorhaben ab und kehrt ins Wasser zurück. Stimmt die Umgebung – so legt das Schildkrötenweibchen um die 100 tischtennisballgroße Eier in ein ca. 50 cm tiefes Loch und verläßt, nachdem sie es mit Sand ausreichend bedeckt hat, das Gelege.
Schon die ungeschlüpften Schildkröten haben jede Menge Feinde wie Rüsselbären, Hunde, Waschbären, menschliche hueveros und ähnliche Räuber, haben sie dann zwei Monate unbeschadet überstanden, schlüpfen die Babyschildkröten und müssen es noch, vorbei an Krebsen und Vögeln, ins Meer schaffen. Dabei warten sie bis zur Dämmerung und orientieren sich an der hellsten Stelle am Horizont, im vermeintlich gefahrlosen Nass werden dann viele von ihnen Beute von Haien oder anderen Raubfischen. Um den Meeresschildkröten die Möglichkeit zu geben in Ruhe abzulegen und vor allem dem Nachwuchs die Chance sicher in den Ozean zu gelangen, gibt es Strände, die in Nationalparks eingebunden sind, wie der Nationalpark Tortuguero. Jede Nacht hat man hier die Gelegenheit Karrettschildkröten oder Ridleys zu sehen. Nur etwa drei Prozent der Jungtiere überleben. Sie ernähren sich von Schildkrötengras in Küstennähe und können weite Strecken im freien Ozean zurücklegen, nach 50 Jahren sind sie geschlechtsreif und kehren an den Strand zurück, an dem sie geschlüpft sind, um sich dort zu paaren. Jährlich verfangen sich unzählige Tiere in Fischernetzen oder werden sogar offiziell zum Fang freigegeben, obwohl sie nach wie vor vom Aussterben bedroht sind. Ihr Überleben hängt wohl vom wachsenden Verständnis der ökologischen Zusammenhänge ab und sicher nicht zuletzt vom Verantwortungsbewusstsein der Touristen, wenn ihnen Schildkrötenprodukte in irgendeiner Form angeboten werden.
Die Zukunft dieser liebenswerten Geschöpfe liegt in unseren Händen.










